Wir, Beatrice und Reinhold Siegrist, pensionierte Schweizer–Bürger, reisten seit 1979 regelmässig nach Zypern in Urlaub. Die Gastfreundschaft wie auch das Klima waren die Hauptgründe, regelmässig einige Wochen auf der Insel zu weilen.

1992 kauften wir an der Ostküste an einer ruhig gelegenen, unüberbauten Gegend ein Grundstück – und bauten nach recht schwieriger Planungsphase (nicht nach CH- Verhältnissen) 1994/95 unser Haus, mit der Absicht, unseren Lebensabend auf Zypern zu verbringen. Im Herbst 1995 konnten wir einziehen und leben nun ganzjährig hier.

Schon bald kamen wir auch mit Einheimischen in Kontakt. So auch mit einem älteren Fischer, welcher täglich frühmorgens einige Katzen am Fischerhafen mit kleinen Fischen fütterte. Plötzlich verstarb der Fischer überraschend und die Samtpfoten warteten vergeblich jeden Morgen. Die war eigentlich unser „Schlüssel – Erlebnis“!

So begannen wir 1999 an diesem damals kleinen Hafen die streunenden Katzen zu versorgen. Schon bald stellten wir jedoch fest, dass Füttern alleine nicht den richtigen Effekt hat, die klimatischen Bedingungen ermöglichen den Katzen bis 3mal jährlich Junge zu haben.

Was zu tun ist
Somit war schnell klar, was wir zu unternehmen hatten, um die Population unter besserer Kontrolle zu haben:

1. Kastration vor allem von Weibchen, jedoch auch von Boys

2. kranke Tiere in der Tierklinik behandeln zu lassen

3. verunfallte oder misshandelte Katzen entweder operieren oder
einschläfern lassen

4. Fütterung und Hege insbesondere von November bis Mai, wenn die meisten Hotels & Restaurants geschlossen sind.

Warum in Protaras
WunschbaumZypernDer Touristenort PROTARAS wuchs sehr schnell, jedes Jahr wurden neue Hotels, Restaurant gebaut, es boomte ebenfalls mit Urlaubsvillen. Innert 20 Jahren wurden über 200 Hotels und gegen 5.000 Villen gebaut. Entsprechend vermehrten sich die „herrenlosen“ Katzen ebenso explosionsartig. Seit 1999 wurde aus dem „Hobby für uns“ eine neue Lebensaufgabe, welche schnell zu weiteren Kolonien mit entsprechenden Futterstellen führte. Mittlerweile betreuen wir 6 Kolonien, zu welchen teilweise Katzen von weither kommen, um Futter zu finden. Es sind ca. 450 – 500 Tiere und wir benötigen pro Jahr über 3 Tonnen Trockenfutter, sowie ca. 800 kg Nassfutter. In den ersten Jahren kastrierten wir jährlich ca. 25 – 30 Tiere; ab 2005 stieg die Zahl auf 60 – 70 und seit 2010 werden jedes Jahr 100 bis 120 Katzen, etwa zwei Drittel Girls und ein Drittel Boys operiert und mit entsprechenden Longlife-Antibiotika versehen.

In diesem Video über das Katzenproblem Zyperns wird die Situation anschaulich geschildert; folgen Sie gern dem Link zum Bericht auf BlueWin: Zypern hat ein Katzenproblem